Unternehmen stellt Kraftstoff mit CO2 aus der Luft her


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„Aktuell kostet er mehr als ein Barrel Öl, aber an Orten, wo eine Tonne CO2 200 Dollar kostet, zum Beispiel in Kalifornien durch den Low Carbon Fuel Standard, sind wir wettbewerbsfähig“,  sagte Oldham in einem Interview.

Die Anlagen einer Testfabrik von Carbon Engineering in British Columbia entziehen der Luft CO2.
BILD CARBON ENGINEERING

Ein CO2-Preis oder Kohlenstoffpreis ist ein Preis, den Industrien für ihre CO2-Emissionen zahlen müssen. In British Columbia liegt er bei 35 kanadischen Dollar pro Tonne. 2022 soll der CO2-Preis in ganz Kanada auf 50 kanadische Dollar (knapp 33 Euro) ansteigen.

„Ich finde das Projekt spannend. Die Zahlen in ‚Joule‘ sehen gut aus“, sagte Klaus Lackner von Center for Negative Carbon Emissions der Arizona State University.Lackner hat in den Neunzigern Pionierarbeit für das Konzept der Direct Air Capture geleistet. Carbon Engineering hat bewiesen, dass es möglich und kosteneffektiv ist. Das sei ein sehr wichtiger Schritt für die Industrie, wie er in einem Interview verlauten ließ.

Der nächste Schritt würde darin bestehen, ein paar Großfabriken zu bauen, die Hunderttausende Barrel von CO2-neutralem Kraftstoff produzieren können, um die Kosten noch weiter zu senken. Wenn die Preise fallen, könnten sich zunehmend mehr Regierungen mit dem Gedanken anfreunden, CO2 aus der Luft zu gewinnen.

„Wir werden einen Billionen Dollar schwere Industrie benötigen, um [die Erwärmung auf unter 2 °C zu beschränken]. Das klingt erst mal nach viel, aber der Luftfahrtsektor ist schon heute größer“, sagte Lackner.

Carbon Engineering baut bereits eine größere Fabrikanlage, die mit kostengünstiger erneuerbarer Energie laufen und pro Tag 200 Barrel an Kraftstoff produzieren wird. Sie sollte Keith zufolge 2020 in Betrieb genommen werden können. Außerdem versucht das Unternehmen, seine Technologie lizenzieren zu lassen.

„Wir glauben, dass sie gut skalierbar ist und es weltweit Märkte dafür geben wird“, sagte Oldham. „Alles, was man braucht, sind Luft und Wasser als Ausgangsmaterialien und ein bisschen Strom.“ Und eine Lizenz für ihre Technologie.

Quelle: nationalgeographic.de

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