Morgen öffnet in Amsterdam der erste Ecstacy-To-Go-Shop


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Als ob wir darauf gewartet hätten. Na ja, wenn nicht wir, dann doch zumindest einige andere Personen um uns herum. Die freuen sich sicherlich über die Meldung, dass morgen in der niederländischen Metropole Amsterdam der erste Ecstacy-To-Go-Shop eröffnen wird. Allerdings wird sie die Nachricht, dass der Shop am Rosmarijnsteeg 10, der morgen um 11 Uhr öffnet, nur für einen Tag geöffnet haben wird, vor Probleme stellen, denn wer kann so kurzfristig Urlaub einreichen? Kilometerlange Staus Richtung Holland sind also nicht zu erwarten, zumal die Eröffnung des MDMA-Shops lediglich eine Symbolwirkung innehat und deswegen auch nur Placebo-Tabletten ausgegeben werden.

Warum machen die Niederländer das?

Die niederländischen Liberaldemokraten wollen damit Druck auf das holländische Parlament ausüben, damit dieses die sowie schon weltweit als sehr liberal einzustufende niederländische Drogenpolitik noch offener gestaltet. Die Politiker des jungen Flügels der Liberaldemokraten argumentieren, dass ein Drogenverbot weniger Schutz vor gefährlichen Drogen birgt als ein verantwortungsvoller Umgang mit den Substanzen. Das ist sicherlich nicht neu, aber der Weg, darauf aufmerksam zu machen, ist schon sehr progressiv. Wobei wir ja vor einigen Tagen darauf hingewiesen haben, dass hierzulande Abgeordnete von CDU und Grüne darüber nachdenken, Cannabis zu legalisieren. Für unsere Nachbarn natürlich ein alter Hut.

Ob dieser Tag der offenen Pille etwas bewegen wird, weiß man nicht. Dass es aber durchaus die Notwendigkeit gibt, beweist auch die Tatsache, dass vergangenes Jahr beim ADE (Amsterdam Dance Event) drei Menschen in Folge von Ecstacy-Konsum starben.

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