Ist das noch legal? Piraten verschenken Drogen-Samen!


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Chemnitz – Attacke gegen die Drogenpolitik: Die Piratenpartei verteilt gratis Hanfsamen an alle Interessenten. Strikt deklariert als Vogelfutter, aber: In der Anwendungsbeschreibung raten die Piraten, den Samen auch mal in die Erde zu drücken, denn: „Vögel mögen Denkspiele“.

In Berlin führte eine ähnliche Aktion zu einer wilden Cannabisplantage am Kottbusser Tor im Szene-Bezirk Kreuzberg. Möglich wären illegale Drogenfelder bald auch in Chemnitz – die Piraten haben mehrere tausend Tütchen mit Hanfsamen gebunkert.

Piraten-Vorsitzender Mark Neis (42) ist allerdings sicher, dass es hier keinen Ärger mit der Polizei geben wird: „Das Betäubungsmittelgesetz erlaubt Hanfsamen als Futter für Vögel oder Fische. Auch Menschen dürfen ihn essen, da der Samen keinen Wirkstoffgehalt hat. Und: Wir unterstützen ausdrücklich keinen Hanfanbau!“

„Pirat“ Mark Neis (42) mit einer Tüte Hanfsamen. Foto: Uwe Meinhold

Natürlich sorgen sich die Piraten nicht nur um die Vogelwelt. „Wir sagen, dass die Drogenpolitik in Sachen Cannabis falsch ist“, wettert Mark Neis. „Wir sind für eine Freigabe weicher Drogen, verbunden mit mehr Aufklärung und Prävention.“

Die Samenspenden der Piraten gibt es in der Geschäftsstelle am Brühl in der Hermannstraße 6, an Infoständen im Zentrum oder auf Anfrage per Post.

Unscheinbar: Lustig verpackt werden die Samen unters Volk gemischt. Fotos: Uwe Meinhold

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