Die Taucher können kaum glauben, was sich 1200 Jahre tief unten auf dem Meeresboden versteckte.


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Stell dir vor, du bist in den Ferien und bist im tiefen Wasser auf einem Tauchgang. Plötzlich erscheint ein Gesicht vor dir. Erst erschrickst du, aber dann realisierst du, dass es “nur” eine Statue ist.

So ähnlich muss es 2001 dem Archäologen Franck Goddio ergangen sein, als er im Meer vor der Küste Ägyptens auf der Suche nach französischen Kriegsschiffen war. Stattdessen fand er und sein Tauchteam eine 4.5 Meter lange Statue eines ägyptischen Pharaons.

Etwas weiter weg fand er noch eine Statue, die des Gottes Hapi. Hapi ist der Gott der Nilflut, die Lebensader des alten Ägyptens. Nie wurde eine grössere Statue dieses Gottes entdeckt.

Doch dabei blieb es nicht: Am Meeresboden lag eine ganze Stadt! Heute weiss man, dass es sich um die Ägyptische Hafenstadt Herakleion handelt, ein wichtiges Handelszentrum im alten Ägypten.

Doch vor 1200 Jahren wurde die Stadt von den Fluten verschlungen. Die Stadt wurde zum Mythos, der Mythos zur Legende, bis die einst blühende Hafenstadt nichts mehr als eine blasse Erinnerung war.

Bis Franck Goddio die Statue zufällig entdeckte.

Mit sorgfältiger Planung gelang es den Forschern, die Statuen vom Meeresboden zu heben.

Dank der modernen Technologie war das Unterfangen kein Problem.

In der Nähe der Statuen fanden Franck Goddio und sein Team mehrere goldene Plaketten. Diese hier trug den Namen von Ptolomäus III., ein General von Alexander dem Grossen.

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Sie fanden noch unzählige weitere Artefakte, darunter diese kleine Osiris-Statue. Die Augen bestehen aus winzigen, goldenen Plätchen.

Riesige Statuen vergessener Pharaonen, hunderte kleinere Statuen, eine Sphinx, uralte Kriegsschiffe, Anker, Sarkophagen, Münzen und Goldbarren lagen auf dem Meeresboden verteilt. Ein richtiges Fest für Archäologen.

Doch auf diesen Fund sind sie besonders stolz: Die Tafel von Herakleion. Vor über 100 Jahren, 1899, wurde bereits eine solche Tafel gefunden. Wer hätte gedacht, dass sie eine Zwillingsschwester hat, tief unter dem Meer verborgen.

Die über 2 Meter hohe Tafel war perfekt erhalten. Sie zeigt die Steuergesetze von Nectanebo I. und gibt den Forschern wichtige Einblicke in das Wirschaftssystem der Ägypter.

Ein anderer schöner Fund ist dieser Kopf einer ptolemäischen Königin. Sie ist wohl die Ur-Ur-Ur-Urgrossmutter von Kleopatra, der berühmten ägyptischen Pharaonin.

Mit all den riesigen Statuen ist es nur schwer vorstellbar, dass diese Stadt nur per Zufall entdeckt wurde.

Alle Fundstücke stehen heute sicher im Museum, wo sie die letzten 14 Jahre ganz genau studiert wurden.

Diese Funde regen wirklich zum Nachdenken an. Grosse Zivilisationen, wie die Ägypter, Römer oder Perser sind heute schon fast wieder vergessen. Da fragt man sich, was in 2000 Jahren von unserer Zeit noch übrig bleibt.

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