Cannabis wird jetzt straffrei


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 Die Reform des Suchtmittelgesetzes will stärker auf Therapie statt auf Strafen setzen.

Wien. Abseits der Steuerreform passierte auch die Novelle des Strafgesetzbuches den Ministerrat am Dienstag. Ein Teil davon: massive Änderungen des Suchtmittelgesetzes. Wird man mit Kleinstmengen von Drogen – etwa Cannabis – erwischt, bleibt man straffrei, wenn man es nur zum Eigenbedarf hat. Und dafür mit den Gesundheitsbehörden zusammenarbeitet.

Die Polizei leitet den Vorfall weiter, sollte die Therapie abgebrochen werden, wird eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) will mit der Reform mehr auf Therapie statt Strafe setzen. Damit sollen auch mehr Mittel für den Kampf gegen Drogendealer frei werden – weil man nicht mehr so auf die kleinen Nutzer abzielen muss. (pli)

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